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Einen glücklichen Sommer…

… wünscht einer schönen spanischen Tradition folgend die Redaktion! Erholsame Ferien – und Toletum ist in der ersten Septemberwoche zurück… wie immer mit neuesten Nachrichten von der Iberischen Halbinsel!

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Córdoba, 07/2017: Die Ursprünge von Al-Andalus: Conquista, Islamisierung und Arabisierung

Al-Andalus, Toledo, Córdoba, „convivencia“ – es sind klangvolle Namen und Begriffe, die sich mit der Zeit der arabischen Herrschaft auf der Iberischen Halbinsel verbinden. Doch nicht sie standen im Mittelpunkt des Sommerkurses, den Casa Árabe in Zusammenarbeit mit Maribel Fierro Bello (CSIC, ILC-CCHS) und Alejandro García Sanjuan (Universidad de Huelva) bereits zum 2. Mal in Córdoba veranstaltete, sondern die Conquista und Prozesse wie die Islamisierung und die Arabisierung. Rund 30 Interessierte – u.a. aus Deutschland, England, Israel, Italien, Marokko, den USA, Spanien und Tunesien – nutzen das englischsprachige Angebot und setzten sich vom 17. bis 22. Juli 2017 eingehend mit den „Ursprüngen von Al-Andalus: Conquista, Islamisierung und Arabisierung“ auseinander.

Jesús Lorenzo Jiménez, Universität des Baskenlandes, The Islamic Conquest in Arabic Sources

Neben den Vorträgen international renommierter Wissenschaftler – so sprach zum Beispiel Eduardo Manzano Moreno über „The Islamic Conquest in Latin Sources“ und Juan Pedro Monferrer-Sala über „Arabization and non Muslim communities“ – standen zum einen Archäologische Workshops, die unter der sachkundigen Leitung von Rafael Blanco Gúzman und Antonio Vallejo Triano standen und zu den markantesten Bauten dieser Zeit führten. Zum anderen gab Tawfiq Ibrahim Buttos – ebenfalls anhand der Originale – eine eindrucksvolle Einführung in die Numismatik.

Diese gelungene Mischung aus Vorträgen und konkreter Arbeit am Befund in situ übertraf die Erwartungen aller Teilnehmenden, erhielten sie doch einerseits nicht nur eine Einführung in die Thematik, sondern auch in die Geschichte der spanischen Historiographie: Infolge des Todes von Franco 1975 kam es im Laufe der 80er Jahre zu einer regelrechten „historiographical revolution” – die Geschichtswissenschaften versuchten, sich von ihren Zielvorgaben zu befreien, die der Legitimierung der sozio-politischen Organisationsform und der Identitätsstiftung gedient hatten. Nun konnte die Überlieferung „objektiv“ interpretiert und musste z.B. die  Grundlage spanischer Identität, die hispanidad, nicht mehr im Zeitalter der Reconquista lokalisiert werden – eine Chance und Herausforderung zugleich, wie die aktuellen Diskussionen über „Al-Ándalus, identidad y nacionalismo en la historia peninsular“ zeigen. Andererseits konfrontierte sie die Besichtigung der Mezquita wie der Überreste des „arrabal“ Shacunda oder von Wohnhäusern im Bereich des Busbahnhofs mit der Problematik der Denkmalpflege, mit der sich Städte mit einer derartigen Vergangenheit Geschichte wie Córdoba konfrontiert sehen: Was soll man wie in welcher Form bewahren, „musealisieren“ und in das aktuelle Stadtbild integrieren?

Ein hervorragend konzipierter Einblick in die Geschichte dieser Region des Mittelmeeraums mithin, von dem man nur hoffen kann, das die Veranstalter und Casa Árabe ihn fortführen – man darf auf das Thema des III. Intensive Summer Course gespannt sein!

Bilder: Casa Árabe, Córdoba

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CFP: Ibero-Mediaevistik (5.-15. Jh.), Madrid 09/2017

Deutsch-Spanischer Wissenschaftsdialog – Fokus: Spaniens arabisches Erbe
Die Iberische Halbinsel macht wie keine andere Region des westlichen Mittelmeerraums durch die Vielfalt ihrer Überlieferung auf sich aufmerksam – lateinische Codices, arabische Handschriften, christliche Kirchen, islamische Palastanlagen –, die in den letzten beiden Jahrzehnten spektakuläre Neufunde ergänzen. Ziel dieses Wissenschaftsdialogs ist es, deutschen und spanischen Studierenden im Master- und Promotionsstudiengang in der Mittelalterlichen Geschichte, Archäologie und Bauforschung mit einem Schwerpunkt Iberische Halbinsel Fördermöglichkeiten deutsch-spanischer Projekte vorzustellen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, das eigene Projekt in Form eines Posters zu präsentieren und zu diskutieren.

Mit Beiträgen u.a. von Felix Arnold (DAI, Madrid), Ana Echevarría Arsuaga (UNED, Madrid), Maribel Fierro Bello (CSIC, Madrid), Blanca Garí de Aguilera (Universidad de Barcelona, Barcelona), Nikolas Jaspert (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg), Eduardo Manzano Moreno (CSIC, Madrid), Sabine Panzram (Universität Hamburg), Pedro Martínez García (Universidad Rey Juan Carlos, Madrid), Marc Reznicek (DAAD), Antonio Vallejo Triano (Museo de Bellas Artes de Córdoba, Córdoba)

26. September 2017, 9:30 Uhr bis 18:30 Uhr

Bitte mailen Sie Ihre Bewerbung für eine Teilnahme an der Posterpräsentation bis zum 01.09.2017 an folgende Adresse: Sabine.Panzram@uni-hamburg.de. Sie sollte neben einer knappen Projektskizze (max. 300 Wörter) einen kurzen Lebenslauf enthalten.

Organisation: DAAD, Madrid; CSIC-CCHS, Madrid – in Zusammenarbeit mit: Universität Hamburg, Historisches Seminar – Arbeitsbereich Alte Geschichte; Universität Heidelberg, Historisches Seminar – Mittelalterliche Geschichte
CFP: Ibero-Mediaevistik, Madrid 09.2017

Veranstaltungsort: Centro de Ciencias Humanas y Sociales-CSIC, c/Albasanz 26-28, 28037 Madrid / Metro: 5, Ciudad Lineal y Suanzes; 7, Hnos. García Noblejas

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Los Bañales, Tag der offenen Tür für die ganze Familie – zum 9. Mal!

Aus dem Ankündigungstext der Veranstalter: (…) se han producido interesantes hallazgos de nuevos edificios públicos y, sobre todo, de una sensacional vivienda -muy noble- con excelente aparato decorativo. Está resultando una campaña extraordinaria, (…). Y para enseñártelo todo, hemos organizado, un año más, una Jornada de Puertas Abiertas (…).”

Zu den Aktivitäten zählen u.a.
conocer, en visita guiada, las excavaciones en curso y
a los singulares materiales arqueológicos exhumados en estos
meses así como a los nuevos edificios constatados
talleres de inscripciones, cantería, cerámica romanas y de acuñación monetal
talleres de arqueología para niños, tiendas de recuerdos
– ludoteca romana

— 23. Juli 2017, ab 11:00 Uhr

Organisation
Fundación Uncastillo con el apoyo de ADEFO Cinco Villas, de la Comarca de las Cinco Villas, el Gobierno de Aragón y los consistorios de Biota, Layana, Sádaba, Sofuentes y Uncastillo
Veranstaltungsort: Los Bañales (Uncastillo, Zaragoza)
Detaillierte Informationen finden Sie hier!

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IX Coloquio de Historia Antigua Universidad de Zaragoza: Xenofobia y Racismo en el Mundo Antiguo

Mit Beiträgen u.a. von
Manel García Sánchez (Barcelona), La invención de la alteridad: griegos y persas
Gonzalo Cruz Andreotti (Málaga), ¿Racismo en Iberia – Hispania?: hacia una etnografía integradora de la barbarie
Greg Woolf (London), Alien Presences. The foreign dead in the graveyards of the Latin west
Francisco Pina Polo (Zaragoza), The rhetoric of xenophobia in Cicero’s Pro Flacco, Pro Fonteio and Pro Scauro
Jaime Alvar (Madrid), Imperialismo romano y xenofobia religiosa
– Clelia Martínez Maza (Málaga), La muerte anunciada del abad Nancto: desenlace extremo del rechazo a la diferencia

14. bis 15. September 2017

Organisation: Grupo de Investigación Hiberus e Institución Fernando el Católico
Veranstaltungsort: Institución Fernando el Católico, Plaza España 2, 50004 Zaragoza
Programm: Xenofobia y Racismo, Zaragoza 09.2017

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CFP: Toletum VIII, 10/2017

TOLETUM lädt zu seinem 8. Workshop ein: vom 26. bis zum 28. Oktober 2017 besteht im Hamburger Warburg-Haus wiederum die Gelegenheit, aktuelle Forschungsvorhaben (BA-/Masterarbeiten, Magister- und Doktorarbeiten sowie Postdoc-Projekte) vorzustellen und sich über aktuelle Forschungsperspektiven interdisziplinär auszutauschen.
Darüber hinausgehend liegt in diesem Jahr ein Schwerpunkt auf dem Thema „Städte verbinden? Kommunikationswege auf der Iberischen Halbinsel“ – mit Impulsreferaten von Ricardo González Villaescusa (Klassische Archäologie / Université Nice Sophia Antipolis), Ángeles Magallón Botaya (Klassische Archäologie / Universidad de Zaragoza), Manfred Schmidt (Alte Geschichte / BBAW Berlin), Felix Teichner (Provinzialrömische Archäologie / Universität Marburg) und María Isabel Fierro Bello (Islamwissenschaften / CSIC Madrid).

Bitte mailen Sie Ihre Bewerbung bis zum 31.07.2017 an folgende Adresse: Sabine.Panzram@uni-hamburg.de. Sie sollte neben einer knappen Zusammenfassung Ihres Projektes (max. 300 Wörter) ein kurzes CV enthalten. Die Kosten für Anreise und Übernachtung können übernommen werden.

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Stadt und Umland, eine Tagung der Ernst-Kirsten-Gesellschaft…

… der Internationalen Gesellschaft für Historische Geographie der Alten Welt, veranstaltet vom Lehrstuhl für Alte Geschichte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.

Mit Beiträgen u.a. von
Manuel Albaladejo Vivero (Valencia), Emporion and chora in the Periplus of the Erythraean Sea and related sources
Silvia Panichi (Perugia), Der zentralste Ort Kappadokiens. Mazaca zwischen Polybios und Strabon
Encarnación Castro Páez (Málaga), La ciudad en el Libro III de Estrabón. Terminología y criterios de definición
Sergio Brillante (Bari-Reims), Dal sito alla città. I paesaggi urbani nell’Italia di Strabone
Tønnes Bekker Nielsen (Odense), Die römische Stadt als Zentralort
Alexander Podossinov (Moskau), Olbia Pontica nach der getischen Eroberung: Stadt und ihre Umgebung in der katastrophalen Zeit

5. bis 8. Juli 2017

Organisation: Michael Rathmann, Manuel Albaladejo Vivero, Tønnes Bekker-Nielsen, Veronica Bucciantini, Anca-Cristina Dan, Kristina Heubach
Veranstaltungsort: Altes Stadttheater, Residenzplatz 19, Eichstätt
Programm: Stadt und Umland 07.2017

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Städte des Weltkulturerbes. 15 Schätze Spaniens – Toledo

Im Rahmen der Vorlesungsreihe, die Toletum dieses Sommersemester gemeinsam mit dem Instituto Cervantes über „Städte des Weltkulturerbes. 15 Schätze Spaniens“ veranstaltet, spricht diese Woche Dr. Jorge Morín de Pablos (AUDEMA Madrid) über: Toledo – Un puente sobre el Tajo:

En la Antigüedad Tardía la urbe se dotó de un cinturón de murallas que se alzaban sobre los rodaderos y en época visigoda se convirtió en la capital del Reino. Los antiguos edificios de espectáculos fueron sustituidos por el espacio martirial de Santa Leocadia, panteón regio; el espacio forense se cristianizó, el pretorio se convirtió en la sede regia…La llegada de los árabes a la Península le supondría a Toledo la pérdida de la capitalidad a favor de Córdoba, pero el espacio regio se fortificó y se le dotó de corachas; se mejoraron las murallas y el puente y aparecieron nuevas construcciones, como las mezquitas. Casi cuatro siglos que embellecieron la ciudad y los espacios periurbanos, como las vegas y los cigarrales. La llegada del mundo cristiano en el siglo XI continuó con esta dinámica y en la Edad Media la catedral sustituyó la mezquita aljama; llegaron las iglesias y conventos, pero también las sinagogas que continuaban la tradición andalusí. El mundo moderno retornó a la ciudad la capitalidad y nuevos hitos arquitectónicos –Bisagra, Tavera…-. La lucha entre monarquía y arzobispado de Toledo supuso la pérdida de la capitalidad a favor de una pequeña ciudad, Madrid, pero Toledo continuó monumentalizándose de la mano de su Iglesia.

— 22. Juni 2016, 19:00 Uhr

Veranstaltungsort
Instituto Cervantes Hamburg, Chilehaus, Fischertwiete 1, 20095 Hamburg