Runder Tisch, den Casa Árabe gemeinsam mit dem Informationszentrum des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Madrid und dem Instituto de Lenguas y Culturas del Mediterráneo y Oriente Próximo del CSIC organisiert hat, und zwar im Rahmen des Deutsch-spanischen Wissenschaftsdialogs, der am gleichen Tag vormittags im CSIC stattfindet.
Ziel der Diskussionsrunde ist es, über die Bedeutung des arabischen Erbes in Spanien zu reflektieren, denn in seiner beendruckenden Monumentalität ist es zur Zeit in nicht wenigen Ländern im Mittelmeerraum massiv der Zerstögung ausgesetzt. Auf der Iberischen Halbinsel bieten sich der Forschung dagegen beinahe unbegrenzte Möglichkeiten.
Insofern scheint es an der Zeit, Bilanz zu ziehen, welche Themen bisher für Disziplinen wie die Geschichtswissenschaft, die Archäologie oder die Philologie von Interesse gewesen sind und welche Forschungsschwerpunkte es zukünftig aus der Perspektive deutsch-spanischer Kooperationen sein könnten.
26. September 2017, 19:00 Uhr
Teilnehmer: Nikolas Jaspert, Universität Heidelberg Eduardo Manzano Moreno, CSIC Alejandro García Sanjuan, Universidad de Huelva Martin Dahms, Auslandskorrespondent der Berliner Zeitung und der Frankfurter Rundschau
Veranstaltungsort: Casa Árabe, Salón de Embajadores, c/ Alcalá, 62 (Metro: Retiro, Príncipe de Vergara y Velázquez) Programm:Casa Árabe 09.2017
Die Iberische Halbinsel macht wie keine andere Region des westlichen Mittelmeerraums durch die Vielfalt ihrer Überlieferung auf sich aufmerksam – lateinische Codices, arabische Handschriften, christliche Kirchen, islamische Palastanlagen –, die in den letzten beiden Jahrzehnten spektakuläre Neufunde ergänzen. Ziel dieses Wissenschaftsdialogs ist es, deutschen und spanischen Studierenden im Master- und Promotionsstudiengang in der Mittelalterlichen Geschichte, Archäologie und Bauforschung mit einem Schwerpunkt Iberische Halbinsel Fördermöglichkeiten deutsch-spanischer Projekte vorzustellen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, das eigene Projekt in Form eines Posters zu präsentieren und zu diskutieren.
Mit Beiträgen u.a. von – Nikolas Jaspert (Universität Heidelberg), Ibero-Medievalismo en la Alemania actual – Eduardo Manzano Moreno (CSIC Madrid), Perspectivas ibéricas para el medievalismo alemán – Marc Reznicek (DAAD Madrid), Financiar la cooperación académica hispano-alemana – Maribel FierroBello – Irene Pajón Leyra (CSIC Madrid), El proyecto Knowledge in Islamic societies and their neighbors (Anneliese Maier Award 2014) – Antonio Vallejo Triano (Museo de Bellas Artes de Córdoba, Córdoba), La investigación de la almunia al-Rummaniyya. Criterios de una intervención
26. September 2017, 9:30 Uhr bis 17:00 Uhr
Organisation: DAAD, Madrid; CSIC-CCHS, Madrid – in Zusammenarbeit mit: Universität Hamburg, Historisches Seminar – Arbeitsbereich Alte Geschichte; Universität Heidelberg, Historisches Seminar – Mittelalterliche Geschichte Veranstaltungsort: Centro de Ciencias Humanas y Sociales-CSIC, Sala Menéndez Pidal (0E18), c/Albasanz 26-28, 28037 Madrid / Metro: 5, Ciudad Lineal y Suanzes; 7, Hnos. García Noblejas Programm: Deutsch-spanischer Wissenschaftsdialog 09.2017
Toletum heißt Eneko López Martínez de Marigorta herzlich willkommen! Eneko ist Mediävist; er wurde im Mai diesen Jahres an der Universidad del País Vasco / Euskal Herrika Unibertsitatea Vitoria-Gasteiz promoviert. Dank eines Postdoc-Stipendiums desDAAD verbringt er nun die nächsten sechs Monate an der Universität Hamburg. Während seines Aufenthaltes hier arbeitet er an einem Projekt mit dem Titel Von Iliberri nach Ilbīra: Städtischer Niedergang und Restrukturierung des Territoriums im Südosten der Iberischen Halbinsel zwischen den Westgoten und den Umayyaden. Das Thema stammt aus dem Umfeld seiner Dissertation, in der er sich auseinandergesetzt hat mit den Grundlagen der sozialen Islamisierung im Südosten von al-Andalus: Städtisches Wachstum und Austausch im Umland von Ilbīra und Pechina zur Zeit der Umayyaden. 2015 war er schon einmal hier und hat an dem Studientag teilgenommen, den wir zusammen mit Eduardo Manzano Moreno (CSIC Madrid) über Spaniens Städte – Moderne Urbanität seit 2000 Jahren (II): Mittelalter und frühe Neuzeit veranstaltet haben. Und natürlich wird er jetzt beim jährlich stattfindenden Workshop von Toletum – dem VIII – dabei sein, der vom 26. bis zum 28. Oktober im Warburg-Haus hier in Hamburg stattfindet.
Eneko, wir freuen uns sehr, dass Du hier bist!
… wünscht einer schönen spanischen Tradition folgend die Redaktion! Erholsame Ferien – und Toletum ist in der ersten Septemberwoche zurück… wie immer mit neuesten Nachrichten von der Iberischen Halbinsel!
Al-Andalus, Toledo, Córdoba, „convivencia“ – es sind klangvolle Namen und Begriffe, die sich mit der Zeit der arabischen Herrschaft auf der Iberischen Halbinsel verbinden. Doch nicht sie standen im Mittelpunkt des Sommerkurses, den Casa Árabe in Zusammenarbeit mit Maribel Fierro Bello (CSIC, ILC-CCHS) und Alejandro García Sanjuan (Universidad de Huelva) bereits zum 2. Mal in Córdoba veranstaltete, sondern die Conquista und Prozesse wie die Islamisierung und die Arabisierung. Rund 30 Interessierte – u.a. aus Deutschland, England, Israel, Italien, Marokko, den USA, Spanien und Tunesien – nutzen das englischsprachige Angebot und setzten sich vom 17. bis 22. Juli 2017 eingehend mit den „Ursprüngen von Al-Andalus: Conquista, Islamisierung und Arabisierung“ auseinander.
Jesús Lorenzo Jiménez, Universität des Baskenlandes, The Islamic Conquest in Arabic Sources
Neben den Vorträgen international renommierter Wissenschaftler – so sprach zum Beispiel Eduardo Manzano Moreno über „The Islamic Conquest in Latin Sources“ und Juan Pedro Monferrer-Sala über „Arabization and non Muslim communities“ – standen zum einen Archäologische Workshops, die unter der sachkundigen Leitung von Rafael Blanco Gúzman und Antonio Vallejo Triano standen und zu den markantesten Bauten dieser Zeit führten. Zum anderen gab Tawfiq Ibrahim Buttos – ebenfalls anhand der Originale – eine eindrucksvolle Einführung in die Numismatik.
Diese gelungene Mischung aus Vorträgen und konkreter Arbeit am Befund in situ übertraf die Erwartungen aller Teilnehmenden, erhielten sie doch einerseits nicht nur eine Einführung in die Thematik, sondern auch in die Geschichte der spanischen Historiographie: Infolge des Todes von Franco 1975 kam es im Laufe der 80er Jahre zu einer regelrechten „historiographical revolution” – die Geschichtswissenschaften versuchten, sich von ihren Zielvorgaben zu befreien, die der Legitimierung der sozio-politischen Organisationsform und der Identitätsstiftung gedient hatten. Nun konnte die Überlieferung „objektiv“ interpretiert und musste z.B. die Grundlage spanischer Identität, die hispanidad, nicht mehr im Zeitalter der Reconquista lokalisiert werden – eine Chance und Herausforderung zugleich, wie die aktuellen Diskussionen über „Al-Ándalus, identidad y nacionalismo en la historia peninsular“ zeigen. Andererseits konfrontierte sie die Besichtigung der Mezquita wie der Überreste des „arrabal“ Shacunda oder von Wohnhäusern im Bereich des Busbahnhofs mit der Problematik der Denkmalpflege, mit der sich Städte mit einer derartigen Vergangenheit Geschichte wie Córdoba konfrontiert sehen: Was soll man wie in welcher Form bewahren, „musealisieren“ und in das aktuelle Stadtbild integrieren?
Ein hervorragend konzipierter Einblick in die Geschichte dieser Region des Mittelmeeraums mithin, von dem man nur hoffen kann, das die Veranstalter und Casa Árabe ihn fortführen – man darf auf das Thema des III. Intensive Summer Course gespannt sein!
Mit Beiträgen u.a. von
– Monique Dondin-Payre (CNRS, ANHIMA, Paris), Langues indigènes et langue latine dans l’épigraphie des provinces romaines nord-occidentales – Coline Ruiz Darasse (CNRS, Ausonius, Bordeaux), La question de la literacy dans le Languedoc ibère : quelques éléments de réflexion – Javier Velaza (Université de Barcelone), Les cultures de l’écrit dans la Péninsule Ibérique ancienne – Javier de Hoz (Université Complutense de Madrid), Diez siglos de enliteración en el sur de la península ibérica (ss. X-I a.C.) – Francisco Beltrán (Université de Saragosse), La culture de l’écrit en Celtibérie
Workshop der Jóvenes en Investigación Arqueológica (JIA). Aus dem Ankündigungstext der Veranstalter: „(…) Actualmente, las JIA son la única propuesta de reunión científica arqueológica surgida desde los jóvenes investigadores e investigadoras en Arqueología y dirigida a este colectivo con un formato de amplio debate. Ésta cuenta con un alto contenido no sólo científico, sino también de formación y conocimiento mutuo de la investigación que se lleva a cabo en la Península Ibérica y otras regiones. Precisamente, los principales puntales de la propuesta son, en primer lugar, un formato que potencia y fomenta el debate; en segundo lugar, el intercambio de ideas y opiniones y, finalmente, las restricciones de participación que facilitan el acceso a la presentación y divulgación de una serie de grupos que quedan excluidos de otras actividades científicas.(…)”
Sektionen zu – Antropología biológica y Arqueológía de la Muerte. Diferentes formas de reconstruir la vida en el pasado – Nuevos, y no tan nuevos, enfoques en la Arqueología – Marcos de referencia para la interpretación del registro arqueológico – Aportes desde la Etnografía – Artefactos cerámicos: producción, uso social y perspectivas de estudio – Arqueología, sexo, género y sexualidad. Nuevas perspectivas teórico-metodológicas – Reconstrucción del medio y hábitats pasados a través del análisis espacial – La cultura material en la Hispania Romana: métodos, técnicas, interpretaciones y problemática – La Arqueología también cambia: del palatín al ratón
7. bis 10. Juni 2017
Organisation: Asociación de Historia y Arqueología de Burgos – in Zusammenarbeit u.a. mit der Universidad de Burgos und der Junta de Castilla y León
Veranstaltungsort: Universidad de Burgos, Facultad de Humanidades y Comunicación (antiguo Hospital Militar, Paseo de Comendadores, s/n, 09001 Burgos)
¡OJO! Einsendeschluss für Abstracts von Beiträgen und Postern ist der 3. April 2017. Weitere Informationen: http://jia2017burgos…
Die Forschergruppe “Barbaricvm” des Departamento de Historia Antigua der Universidad Complutense de Madrid organisiert in Zusammenarbeit u.a. mit dem Departamento de Historia Antigua der Universidad Nacional de Educación a Distancia (UNED), der Forschergruppe “Ciudades Romanas” und dem Centro de Próximo Oriente der Universidad Complutense de Madrid ein internationales Kolloquium mit dem Ziel, “el papel que ha tenido la Ruta de la Seda en la Antigüedad”, ins Auge zu fassen: “El comercio, el intercambio cultural y los contactos diplomáticos y bélicos que han influido en el desarrollo de los acontecimientos de los grandes imperios que esta vía comercial atravesaba y ponía en contacto.”
Mit Beiträgen z.B. von – David Hernández de la Fuente (UNED): Las fuentes de las guerras bizantino-persas del siglo VII y la ruta de la seda: poesía e historiografía – Isabel Velázquez Soriano (UCM): La concepción fabulosa e irreal de Oriente, relatos de viajeros tardo antiguos y medievales – Javier Salido Domínguez (UCM): Comercio y transacción de alimentos en la Ruta de la Seda – Rosa Sanz Serrano (UCM): Las amazonas – Mario Esteban Rodríguez (UAM): ¿Qué es la nueva Ruta de la Seda china?; ¿Qué impacto tiene la Ruta de la Seda del siglo XXI?
24. bis 25. April 2017
Organisation: Rosa Sanz Serrano (UCM); David Hernández de la Fuente (UNED)
Veranstaltungsort: Universidad Complutense de Madrid, Facultad de Geografía e Historia; c/Profesor Aranguren, s/n; Ciudad Universitaria, 28040 Madrid OJO: Vorschläge für Poster können noch bis zum 15. März 2017 eingereicht werden, weitere Informationen: …asociacionbarbaricvm…