
Noelia Cases Mora: Un lugar entre los dioses. El epíteto Augustus en las ciudades de la Hispania romana (ss. I-III), Stuttgart 2026 (= Iberica Selecta; 5)
Im Jahr 27 v. Chr. verlieh der römische Senat Octavian den Titel Augustus, einen Ehrennamen von religiöser Bedeutung, der später zum kaiserlichen Cognomen wurde. Seitdem wurde Augustus auch als göttlicher Beiname verwendet, was zu einem religiösen Phänomen führte, das seinen Ursprung in Rom hatte und sich schnell in den Provinzen ausbreitete, mit besonderer Intensität im Westen des Reiches.
Diese Monografie bietet eine umfassende Analyse der lateinischen Epigraphik der Iberischen Halbinsel, welche die Verwendung des Beinamens Augustus zur Verehrung von Gottheiten unterschiedlicher Herkunft – römischer, griechischer, orientalischer und lokaler – dokumentiert. Die epigraphische Studie wird im Rahmen der Entstehung und Entwicklung des kaiserlichen Kultes in Hispanien kontextualisiert, wobei besonderes Augenmerk auf dessen Zusammenhang mit den Prozessen der Urbanisierung, Monumentalisierung und Selbstdarstellung der Eliten in den
hispanoromanischen Städten seit der Herrschaft des Augustus gelegt wird.
Die so gewonnenen Ergebnisse ermöglichen es, den Beinamen Augustus als ein im Wesentlichen städtisches religiöses Phänomen zu interpretieren, das dazu beitrug, den Kaiser – und mit ihm die Eliten – ins politische und religiöse Zentrum der hispanischen Städte zu rücken.
„Un lugar entre los dioses. El epíteto Augustus en las ciudades de la Hispania romana (ss. I-III)“
ist der fünfte Band der Reihe „Iberica Selecta„, die ein Forum für alle Gebiete der Altertumswissenschaften bietet, die sich der Erforschung der Iberischen Halbinsel widmen.
Zur Autorin: Noelia Cases Mora