{"id":4518,"date":"2015-04-05T08:00:47","date_gmt":"2015-04-05T06:00:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.toletum-network.com\/blog\/?p=4518"},"modified":"2016-10-05T09:59:53","modified_gmt":"2016-10-05T08:59:53","slug":"deutsch-spanische-fieldschool-in-segobriga-fieldschool-hispano-aleman-en-segobriga-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.toletum-network.com\/es\/2015\/04\/deutsch-spanische-fieldschool-in-segobriga-fieldschool-hispano-aleman-en-segobriga-3\/","title":{"rendered":"Deutsch-Spanische Fieldschool in Seg\u00f3briga \/ Fieldschool hispano-alem\u00e1n en Seg\u00f3briga"},"content":{"rendered":"<p>Wer sind eigentlich die jungen Nachwuchswissenschaftler, die an der deutsch-spanischen Fieldschool teilnehmen? Womit besch\u00e4ftigen sie sich? Was bewegt sie?<br \/>\nDie deutsche Teilnehmerin <strong><em>Jasmin Hettinger<\/em> <\/strong>(29) von der <em><strong>Universit\u00e4t Duisburg-Essen<\/strong> <\/em>steht <a href=\"https:\/\/www1.geschichte.uni-hamburg.de\/arbeitsbereiche\/alte-geschichte\/personen\/rashid.html\">Jasmin Rashid <\/a>in einem Interview Rede und Antwort.<\/p>\n<p>JR: <em><strong>Was studierst du bzw. woran arbeitest du aktuell?<\/strong><\/em><br \/>\nJH: Ich habe Altertumswissenschaften und Geschichte an den Universit\u00e4ten Konstanz, Dresden und Salamanca studiert und bin jetzt wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universit\u00e4t Duisburg-Essen. Gleichzeitig promoviere ich am dortigen Graduiertenkolleg \u201eKontingenzbew\u00e4ltigung durch Zukunftshandeln. Vorsorge, Voraussicht, Vorhersage\u201c. Mein Dissertationsprojekt besch\u00e4ftigt sich mit den verschiedenen Praktiken der Hochwasservorsorge im Westen des R\u00f6mischen Reiches. Darin m\u00f6chte ich mich auf wenige Flusssysteme auf der Italischen und der Iberischen Halbinsel konzentrieren und die daf\u00fcr \u00fcberlieferten Quellen eingehend analysieren. Die Iberische Halbinsel ist dazu besonders geeignet, weil sie zu den \u00e4ltesten Besitzungen des R\u00f6mischen Reiches geh\u00f6rt \u2013 und sich dort zudem aktuell gerade von arch\u00e4ologischer Seite her sehr viel tut. Au\u00dferdem ist beispielsweise das Ebrogebiet reich an epigraphischem Material, das f\u00fcr meine Arbeit relevant ist.<\/p>\n<p>JR: <strong><em>Wann hast du deine Liebe zu den Altertumswissenschaften entdeckt?<\/em><\/strong><br \/>\nJH: Im Grunde genommen schon als Kind, als ich im Garten meiner Gro\u00dfeltern erste arch\u00e4ologische Ausgrabungen unternommen habe. Mit Zeichnung, Dokumentation und allem drum und dran\u2026 Vollends bin ich dann durch mein Bachelorstudium der \u201eKulturwissenschaft der Antike\u201c in Konstanz f\u00fcr die Thematik entbrannt. Je mehr Vorkenntnisse man mitbringt, desto interessanter wird\u2019s eben!<\/p>\n<p>JR: <em><strong>Wie bist du zu Toletum gekommen bzw. wie zur Fieldschool?<\/strong><a href=\"http:\/\/www.toletum-network.com\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Foto-Interview-Jasmin.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4519\" src=\"http:\/\/www.toletum-network.com\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Foto-Interview-Jasmin-213x300.jpg\" alt=\"Foto Interview Jasmin\" width=\"213\" height=\"300\" \/><\/a><\/em><br \/>\nJH: Nach meinem ERASMUS-Jahr an der Universit\u00e4t von Salamanca wollte ich unbedingt mehr \u00fcber die antike Vergangenheit meines Gastlandes erfahren. Schon w\u00e4hrend des Studiums dort bin ich regelm\u00e4\u00dfig \u00fcbers Wochenende zu verschiedenen Ausgrabungsst\u00e4tten gefahren, um sie mir anzusehen. Au\u00dferdem habe ich zum Abschluss meines Aufenthalts ein Grabungsstipendium von der Universit\u00e4t von Zaragoza bekommen, um mit nach Bilbilis (Calatayud) zu fahren, wo ich erste eigene Grabungserfahrungen gemacht habe. Da das republikanische Bilbilis, die sogenannte Bilbilis indigena (Valdeherrera), w\u00e4hrend des Krieges gegen den Sullagegner Sertorius im 1. Jh. v. Chr. zerst\u00f6rt wurde, bin ich auf die Idee gekommen, meine Masterarbeit \u00fcber den Sertoriuskrieg zu schreiben. Dar\u00fcber habe ich bei Toletum dann meinen allerersten fachwissenschaftlichen Vortrag gehalten.<\/p>\n<p>JR: <em><strong>Was war f\u00fcr dich das Highlight der Fieldschool-Woche?<\/strong><\/em><br \/>\nJH: Das ist schwierig zu entscheiden, weil es sehr viele sch\u00f6ne Momente gab. Das Highlight ist daher f\u00fcr mich eigentlich, \u00fcberhaupt dabei gewesen zu sein \u2013 und mich nun als Teil einer kleinen aber stetig wachsenden Gruppe von internationalen Nachwuchsforschern mit Schwerpunkt auf Hispanien zu f\u00fchlen. Jedenfalls konnte ich w\u00e4hrend der Woche sehr viele Kontakte zu Studenten, Doktoranden und Professoren kn\u00fcpfen, die alle \u2013 ebenso wie ich selbst \u2013 an der Erforschung der antiken Geschichte der Iberischen Halbinsel interessiert sind. Und deren Arbeiten sich wunderbar erg\u00e4nzen. Ich hoffe daher auch f\u00fcr die Zukunft auf eine gute Zusammenarbeit und freue mich jetzt schon riesig auf den zweiten Teil der Fieldschool im Juni bei Herrn Trunk in Trier.<\/p>\n<p>JR: <em><strong>Was m\u00f6chtest du werden, wenn du akademisch gro\u00df bist? Wovon tr\u00e4umst du?<\/strong><\/em><br \/>\nJH: Es ist von Anfang an mein Traum gewesen, in einem arch\u00e4ologischen oder stadtgeschichtlichen Museum Ausstellungen wissenschaftlich zu erarbeiten und zu betreuen sowie regelm\u00e4\u00dfig an Forschungsprojekten mitzuwirken und die Ergebnisse fach-, aber auch popul\u00e4rwissenschaftlich aufzuarbeiten und zu pr\u00e4sentieren. Ich halte die Transparenz der Forschungst\u00e4tigkeit und den Austausch zwischen Fachwissenschaft und \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr \u00e4u\u00dferst wichtig. F\u00fcr beide Seiten! Jeder sollte an unseren allt\u00e4glichen Forschungsarbeiten teilhaben und f\u00fcr sich selbst etwas daraus mitnehmen k\u00f6nnen. F\u00fcr mich gibt es keinen Elfenbeinturm. Wenn diese Form der wissenschaftlichen Arbeit zudem noch \u00fcber nationale Grenzen hinausgeht, bin ich vollkommen gl\u00fccklich! Forschung lebt von grenzenlosem Austausch, im wahrsten Sinne des Wortes.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer sind eigentlich die jungen Nachwuchswissenschaftler, die an der deutsch-spanischen Fieldschool teilnehmen? Womit besch\u00e4ftigen sie sich? Was bewegt sie? Die deutsche Teilnehmerin Jasmin Hettinger (29) von der Universit\u00e4t Duisburg-Essen steht Jasmin Rashid in einem Interview Rede und Antwort. JR: Was studierst du bzw. woran arbeitest du aktuell? JH: Ich habe Altertumswissenschaften und Geschichte an den &hellip; <a href=\"https:\/\/www.toletum-network.com\/es\/2015\/04\/deutsch-spanische-fieldschool-in-segobriga-fieldschool-hispano-aleman-en-segobriga-3\/\" class=\"more-link\">Continuar leyendo<span class=\"screen-reader-text\"> \u00abDeutsch-Spanische Fieldschool in Seg\u00f3briga \/ Fieldschool hispano-alem\u00e1n en Seg\u00f3briga\u00bb<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":true,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-4518","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-veranstaltungen"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p82TDz-1aS","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.toletum-network.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4518","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.toletum-network.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.toletum-network.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.toletum-network.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.toletum-network.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4518"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.toletum-network.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4518\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9166,"href":"https:\/\/www.toletum-network.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4518\/revisions\/9166"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.toletum-network.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4518"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.toletum-network.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4518"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.toletum-network.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4518"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}